Die Gründerzeit von 1986 bis 1989

01.10.1986
Gründung des Vereins als "Skywalkers Hüls e.V."

Am 1.10.1986 wurde unser Verein, damals noch unter dem Namen Skywalkers Hüls e.V. im Rahmen einer ersten Mitgliederversammlung in Hüls gegründet. Aus dieser Gründungsversammlung ging als erster 1.Vorsitzender Herr Wilhelm (Willi) Kunde hervor.
Der zweite Schritt war nun die Suche nach einem geeigneten Gelände, welches uns als Flugfeld dienen konnte. Dieses konnte nach einigem Suchen und vielen Gesprächen nahe der B9 zwischen Hüls und Aldekerk akquiriert werden.

Frühjahr 1987:
Das Fluggelände wird präpariert

Mit minimalem Aufwand sollte der Flugsport betrieben werden - so dass erklärte Ziel der Ultraleichtflieger. Die notwendigen Arbeiten zur Präparation des Flugfeldes beschränkten sich somit auf die Einebnung und Verdichtung des gepachteten Grundstücks sowie anschließender Aussaat eines strapazierfähigen Rasens mit tatkräftiger Unterstützung der benachbarten Landwirte.

Luftaufnahme des alten Fluggeländes
Diese Arbeiten am 4500m² großem Gelände waren bald abgeschlossen, so dass der erste Start auf unserem neuen Fluggelände am 01.04.1987 durchgeführt werden konnte. Diesen hat selbstverständlich der 1. Vorsitzende mit seinem Fluggerät, einem Enduro Trike, höchstpersönlich durchgeführt.
Unser Vereinsvater "Willi" mit seinem Enduro Trike
Das gesamte Flugfeld erstreckte sich über eine Länge von 216m und einer maximalen Breite von 25m. Die Start- und Landebahn war entsprechend kürzer. In Anbetracht der einfachen Luftsportgeräte zu dieser Zeit, reichte die damit zur Verfügung stehende Piste auch vollständig aus.
Die Eckdaten einiger zu dieser Zeit im Club geflogenen Flugzeugmuster zeigt dies:

Austro Trike:     Leergewicht: ca. 115kg     Mindestgeschwindigkeit: 45km/h     Höchstgeschwindigkeit: 55km/h    
Enduro Trike: Leergewicht: ca. 118kg Mindestgeschwindigkeit: 45km/h Höchstgeschwindigkeit: 75km/h
Minimum: Leergewicht: ca. 105kg Mindestgeschwindigkeit: 40km/h Höchstgeschwindigkeit: 70km/h

Ein "Minimum"

Trotz der zum Teil sehr "übersichtlichen" Konstruktionen und der bemerkenswerten Antriebssysteme dieser ersten Fluggräte, muss bis zum heutigen Tage kein schwerer Unfall an unserem UL-Gelände beklagt werden! Dies liegt wesentlich an den sehr geringen Start- und Landegeschwindigkeiten der Fluggeräte, aber auch am schon damals vorgeschriebenen Gesamtrettungssystem. Dafür gab es in der Anfangszeit, insbesondere aufgrund der noch nicht ganz ausgereiften Antriebssysteme, jede menge Außenlandungen. Diese verliefen immer glimpflich, da die Piloten ständig mit Motorausfällen rechneten und entsprechend umsichtig geflogen sind. Das heißt in erster Linie: immer so fliegen, das stets ein Feld zum Außenlanden im Gleitbereich des Fliegers liegt. Nach diesem ersten "Grundgesetz der UL-Fliegerei" wird übrigens heute noch geflogen, obschon die Geräte und Motoren erheblich zuverlässiger (und teurer) geworden sind.




Sommer 1988
Das erste Fliegerlager

Im Sommer 1988 wurde bereits ein erstes Fliegerlager durchgeführt. Die Anzahl der Teilnehmer war noch sehr überschaubar - man könnte auch sagen, dies war eine private Urlaubsreise zweier Vereinsmitglieder, die sich jedoch in den Folgejahren sehr schnell als eine sehr gesellige und fest im Terminkalender eingebrannte Unternehmung etablierte. Auf dem Foto ist der Erfinder des Kerkeners Fliegerlagers, Günther Voutta, vor seinem Zelt auf dem Flugplatz Roanne zu sehen. Für viele Mitglieder war dies eine der wenigen Gelegenheiten, auch einmal über fremde Landschaften zu gleiten und Neues zu sehen und zu erleben.
Sehr schnell wurde erkannt, dass nicht nur der gesellige Teil des Fliegerlagers für den großen Erfolg verantwortlich war. Ebenso wertvoll war der Trainings- und Übungseffekt der dadurch erreicht wurde. Sowohl die große Anzahl von absolvierten Flugstunden, als auch insbesondere die Starts und Landungen auf vielen fremden Flugplätzen während des Fliegerlagers waren ein sehr gutes Training für alle teilnehmenden Vereinsmitglieder und stellte somit einen nicht unerheblichen Beitrag zur Erhöhung der Flugsicherheit dar. Völlig klar: neben der Fliegerei kam auch das Kulturelle und die Geselligkeit nicht zu kurz.



Ziele der Fliegerlager 1988 - heute:

1988    Oderen (Frankreich)     2000    Conneforde  
1989 Roanne (Frankreich) 2001 Idar Oberstein
1990 Tannheim 2002 Dollmar
1991 Tannheim 2003 Mönchsheide
1992 Anklam 2004 Waren
1993 Weiden 2005 Rinteln
1994 Blomberg 2006 Tannheim
1995 Tannheim 2007 Schmallenberg
1996 Rerik 2008 Michelstadt
1997 Burg Feuerstein 2009 Westerstede
1998 Korbach 2010 Jena
1999 Korbach 2011 Bad-Neustadt



Fotos von unserem Fliegerlager 2010 gibt es hier!


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